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Sollen die „Plug-In-Hybrid“ Mogelpackungen öffentlich gefördert werden?
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Mit dem Elektromobilitätsgesetz wird es den Kommunen seit Juni 2015 erlaubt, Elektrofahrzeugen gewisse Privilegien einzuräumen. Derzeit wird in der Bundesregierung debattiert, ob Kaufanreize helfen können, den Absatz von Elektroautos in Deutschland zu steigern. Dabei sollen alle möglichen Kraftfahrzeuge, die in irgendeiner Weise auch elektrisch rollen können, gefördert werden.

Meiner Ansicht nach sind die von der Automobilindustrie inzwischen so beworbenen „Plug-In-Hybrid“ Fahrzeuge eine grundsätzliche Mogelpackung: Die Reichweite bei reinem Elektrobetrieb wird im Bereich zwischen 2 und 100 km angegeben. Die mit Benzin- oder Dieselbetrieb erreichbaren Reichweiten werden zwischen 850 und 1.400 km angegeben. Hybridfahrzeuge sollten daher nicht gefördert werden!

Die Reichweite der reinen Elektrofahrzeuge hängt von der jeweils installierten Batterie ab. Es gibt weniger teure Autos, die nach Herstellerangaben im Reichweitenbereich zwischen 80 und 150 km liegen. Ob wir Verbraucher diese Angaben glauben dürfen, sollten wir sehr kritisch überprüfen. Wir haben da ja immer den VW-Skandal im Hinterkopf, der bei vielen Verbrauchern richtigerweise zu einem großen Vertrauensverlust gegenüber allen Angaben geführt hat und führt, die aus dem Reich von juristischen Personen (also Firmen und Konzernen etc.) kommen. 

Die einzigen Ausnahmen sind hier die sehr teuren Elektroautos, die mit dem Ballast von bis zu 500 kg elektrischer Batterie herumfahren. Dort werden Reichweiten zwischen 350 und 500 km je Ladung erreicht. Das Laden an der Steckdose kann dann auch bis zu 36 Stunden dauern. Diese Autos sind aber wieder so teuer, dass sie für die Masse der Automobilkäufer auch mit einer Förderung von 5.000 € nicht gekauft werden. 

Was bleibt da dem Verbraucher, der einerseits keine neue Abhängigkeit von einigen wenigen Lieferländern des Batterierohstoffs Lithium möchte, der andererseits auch genug hat von dem inzwischen immer undurchsichtiger werdenden Preiskarussell um die Benzin und Dieselpreise und der eigentlich einen Treibstoff nutzen will, der lokal erzeugt und verwendet werden kann? Eigentlich gibt es diese Technologie, die Brennstoffzelle! Diese Antriebsvariante mit Reichweiten von 500 und mehr km je Tankfüllung Wasserstoff wird leider von unserer europäischen Automobilindustrie totgeschwiegen und boykottiert. Die europäischen Autobauer haben sich aus dieser Technik zurückgezogen und verschleppen irgendwie den Aufbau eines erforderlichen Tankstellennetzes.

Bisher gibt es nur einen Hersteller von Elektroautos mit Brennstoffzelle, der seine Fahrzeuge auch in Europa anbietet und verkauft. Leider gibt es in Deutschland aber bisher nur wenige Wasserstofftankstellen. Vielleicht sollten einige Gemeinden in Deutschland anfangen, Autohäuser dieses Herstellers aus Korea und eine grüne Gastankstelle für Erdgas, LPG und Wasserstoff als Nachbarn zu platzieren. 

Auch auf dieser Basis könnte dann ein Tankstellennetz entstehen. Aus dem Auspuff dieser Autos kommt als Abgas Wasserdampf, ohne schädliche „Beimengungen“ und Wasserstoff kann lokal hergestellt werden.

(Dr. Peter Brinnel)

 

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