Tipps für Singles: Wie überstehen wir die Krise in Isolation?

Nach den positiven Rückmeldungen auf die Rundmail meiner Freundin Daniela Meier, die ich in meinem Blog veröffentlicht habe, will ich eine weitere Rundmail hier mit Euch teilen. Heute geht es um die Frage, wie Singles, die sich durch die soziale Isolation momentan sehr einsam fühlen, das Beste aus der Krise machen können. Ich wünsche Euch viel Freude beim Lesen!

Herzliche Grüße
Renate

***

Ich weiß, Familien mit Kindern, die in engen Wohnungen zusammengepfercht sind, sind derzeit auch immensen Belastungen ausgesetzt. Ich kann es mir vorstellen. Allerdings entspricht dies nicht meiner eigenen Lebenssituation, so dass ich natürlich nur von dieser sprechen kann. Und die Vereinzelung einer Single-Gesellschaft verursacht in dieser Krise ein noch größeres Problem mit Einsamkeit und anderen Begleiterscheinungen. Zwar befinden wir uns momentan erst am Anfang dieser Zwangs-Quarantäne für ein ganzes Land, aber jetzt schon drehen viele Menschen durch…

Tipps für Alleinstehende/Singles

Deshalb habe ich hier einige Tipps für Alleinstehende zusammengestellt, die ich selbst aktuell anwende (bzw. mit denen ich schon einen sehr langen Zeitraum gute Erfahrungen gemacht habe):

1. Strukturiere deinen Tag!

Auch wenn du nicht im Homeoffice arbeitest, sondern krankgeschrieben oder berentet oder zwangsbeurlaubt bist – versuche, deinem Tag Struktur zu verleihen. Nimm dir einige Dinge vor, die im Haushalt zu erledigen sind und arbeite diese Stück für Stück ab. Es gibt eigentlich immer etwas zu tun, wenn man genau hinschaut.

2. Mache es dir selbst so schön wie möglich!

Das heißt: bereite dir ein leckeres Frühstück zu oder koche dir ein gutes Essen. Wenn du magst, gönne dir auch einen selbstgebackenen Kuchen oder ein schönes Dessert. Probiere neue Rezepte aus. Im Internet gibt es hierzu viel zu entdecken, z.B. unter Chefkoch.de oder Pinterest (was ohnehin eine der tollsten Seiten im Netz ist!).

Gestalte deine Wohnung gemütlich, und mache sie regelmäßig sauber, damit du dich darin wohlfühlen kannst (passt dann auch wieder zu Punkt 1).

Kauf dir selbst Blumen, die du z.B. auf den Küchentisch stellst oder dekoriere die Wohnung festlich zu Ostern – auch wenn es nur für dich alleine ist, weil du keinen Besuch empfangen kannst.

Sorge dafür, dass du ausreichend Ruhe und Schlaf bekommst!

3. Informiere dich über die aktuelle Lage nur so oft wie absolut nötig!

Mein Ratschlag ist, vor allem Fernsehbilder zu vermeiden. Alles, was wir sehen, brennt sich stark in unser Gedächtnis ein und belastet uns. Alpträume, Zwangsgedanken und unruhiger Schlaf können die Folge davon sein. Ich denke, inzwischen dürften die meisten die gängigsten und wichtigsten Informationen zum Corona-Virus erhalten haben. Das Gebot der Stunde ist nun mal, zu Hause zu bleiben und außerhalb der Wohnung, bei notwendigen Einkäufen beispielsweise, Abstand zu anderen zu halten bzw. sich hinterher gut die Hände zu waschen. Was müssen wir sonst noch wissen, das uns in irgendeiner Form tatsächlich weiterhelfen würde? Brauchen wir wirklich jeden Tag die neuen Fallzahlen oder Todesfälle? Wenn wir uns selbst nicht als völlig sensationsgierig bezeichnen, sage ich mal: Nein, die brauchen wir nicht!
Also, ständige Nachrichtenflut abschalten!

4. Halte Kontakt mit deinen Mitmenschen!

Die meisten von uns machen das schon – Telefonate, Skype-Meetings, WhatsApp-Nachrichten, Facebook & Co.! Wie gut, dass wir heutzutage so leicht medial vernetzt sind, dass wir trotz Ansteckungsgefahr zumindest auf diesem Wege miteinander verbunden bleiben können.

Wer als alleinstehender Mensch nun weniger Freunde oder kaum noch Familie hat, mit denen er sprechen kann, nutze bitte die angebotenen Möglichkeiten in Netzwerken, sich mit Nachbarn oder anderen Gleichgesinnten auf diese Weise zu verbinden. Viele bieten schon einen Telefon-Service an, nicht nur die altbekannte Telefonseelsorge.

Seid außerdem achtsam, was eure Nachbarn angeht, die sich möglicherweise in derselben Lage befinden! Hier kann man auch mal am Haustelefon Kontakt aufnehmen und z.B. von dort aus Telefonnummern austauschen, wenn man diese noch nicht hat.

Noch ein Tipp: Es ist natürlich wichtig, seine Ängste und Sorgen mitteilen zu dürfen. Aber versuche, bei den Gesprächen mit deinen Mitmenschen auf längere Sicht hin nicht das Virus zum alleinigen Thema zu machen. Das Leben besteht auch noch aus anderen Dingen, die von Interesse sind!

5. Pflege deine Hobbys!

Das reicht von Kochen, Backen, der Herstellung von eigenen Pflegeprodukten (hast du das schon mal ausprobiert?), dem Anpflanzen auf Balkon oder Fensterbänken, Lesen all der bisher ungelesenen Bücher, Musikhören und dem Anschauen schöner Filme, bis hin zu sämtlichen kreativen Aktivitäten wie Stricken, Häkeln, Malen, Basteln usw.usf.

Für Anregungen jeglicher Art empfehle ich nochmals Pinterest, die tollste Seite für unendlich viele Inspirationen, die den Tag voll ausfüllen können.

Vielleicht magst du dich jetzt auch in einen bestimmten Themenbereich reingraben, den du schon immer mal studieren wolltest.

Meditation und Yoga helfen vielen, innerlich runterzukommen (für mich ist das nichts; ich bin eher der Mensch, der bei seinen Kreationen meditiert…). Und sportliche Aktivitäten, die man zu Hause absolvieren kann – neben den noch erlaubten Spaziergängen – können Aggressionen abbauen.

Apropos Filme: Versuche solche Filme zu vermeiden, die dich innerlich aufwühlen oder ebenfalls in Angst und Schrecken versetzen. Das Schreckens-Szenario da draußen in der Welt reicht schon voll und ganz! Derzeit haben wir „Science fiction“ pur und zwar live und in Farbe! Was unsere Psyche jetzt braucht, ist die Ablenkung mit dem Rückzug ins Schöne.

Wir sollten uns auf schöne Bilder ausrichten – auch, was die Zukunft angeht, da uns die Konzentration auf Horror und Schrecken jegliche Energie raubt. In den angenehmen Tagen unserer sonstigen „Normalität“ mögen diese Filme einen gewissen Kitzel gegen die Langeweile bilden – im derzeitigen Zeitraum brauchen wir Entspannung von Schreckensbildern und -nachrichten, da diese nun unser Alltag geworden sind…

6. Konzentriere dich auf all das Gute, das das Leben dir momentan weiterhin zu bieten hat!

Die meisten von uns leben unverändert in einer Komfortzone – verglichen mit dem Rest der Menschheit! Allein in einer Wohnung zu sein, kann sehr entspannend sein im Vergleich zu jenen, die auf engstem Raum gemeinsam sozusagen „eingesperrt“ sind. Dies verursacht Stress, was sich in gegenseitigen Aggressionen Raum schafft. Als Single hast du deine Ruhe und niemanden, der mit dir streitet. Das kannst du auch positiv betrachten.

Wenn du in der Lage bist, all die vorgenannten Dinge für dich in Anspruch zu nehmen, geht es dir total gut! Dann kannst du dir auch mal die Zeit nehmen, die Farbenpracht eines Blumenstraußes bewusst wahrzunehmen, wenn die Sonne darauf scheint oder viele hübsche Kleinigkeiten des Alltags mehr.

Während ich all das aufgeschrieben habe, ist mir sehr stark bewusst geworden, dass diese gesamte Aufzählung etwas mit der viel beschworenen Selbstliebe zu tun hat. Diese kommt in so vielen Ratschlägen, Büchern, Workshops und Vorträgen vor. Möglicherweise ist die jetzige Lage für uns Singles DIE Herausforderung, uns diese Selbstliebe zuteilwerden zu lassen! Es bleibt uns gar nichts anderes übrig, wenn wir uns nicht kleinkriegen lassen wollen!

Familien oder Alleinerziehende haben wieder andere Lektionen zu lernen.
Aber Selbstliebe ist wohl die Lektion der Singles…

Liebe Grüße
Daniela

 

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