Mutmachende Worte von meiner Freundin Daniela anlässlich der Corona-Krise

Heute bekam ich eine Mail von meiner Freundin Daniela Meier, die sie an alle ihre Freunde geschickt hat. Ich habe sie spontan gefragt, ob ich ihren Text in meinem Blog veröffentlichen dürfe. Und zu meiner großen Freude hat sie eingewilligt. Daher lasse ich Euch heute teilhaben an ihren Gedanken und wünsche Euch viel Freude beim Lesen!

Herzliche Grüße
Renate

***

Ihr Lieben!
 
Viel wird berichtet und diskutiert über die denkwürdige Lage, in der sich die Welt derzeit befindet.
Ja, und leider befinden wir uns alle mittendrin und müssen jeder für sich zusehen, wie er oder sie damit klarkommt.
 
Folgendes ist mir heute Nacht dazu eingefallen.
Eine Betrachtungsweise, die ich gerne mit euch teilen möchte:

Das Corona-Virus – kollektive Wunscherfüllung der besonderen Art?

Sicher kennen die meisten von euch diese Situation: Wenn wir uns privat oder beruflich ausgelaugt fühlen, wünschen wir uns insgeheim (und möglicherweise unterbewusst) eine Auszeit, und unser Körper reagiert oft genug mit einer leichteren Erkrankung, die uns die Gelegenheit gibt, uns eine Weile auszuruhen. 
„Dein Wunsch ist mir Befehl!“, scheint er zu sagen und bremst uns aus. So ist es auch mir oft genug geschehen mit kleineren grippalen Infekten oder auch mal einem Bänderriss nach einem Treppensturz, als ich 2007 wirklich die Schnauze voll davon hatte, jeden Tag mit dem Zug von Mannheim nach Stuttgart zur Arbeit zu pendeln. Ich wollte einfach „diesen Weg nicht mehr gehen“, zumal ich auch meinen Job nicht mochte… und mein Körper hat wunschgemäß reagiert: Sieben Wochen konnte ich zuhause bleiben! Allerdings waren auch alle angenehmen Aktivitäten mehr oder weniger eingeschränkt…

Derzeit erleben wir aufgrund der Corona-Krise einen kollektiven fast absoluten Stillstand. Wer auch immer in der Lage ist, bleibt daheim – gezwungenermaßen oder freiwillig. Das so genannte „öffentliche Leben“ findet so gut wie gar nicht mehr statt. Niemand von uns hat jemals in seinem Leben Ähnliches erlebt – egal in welchem Alter wir uns befinden… Und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht!

Es kann einem so vorkommen, als ob jemand hier für uns die „Pausetaste“ gedrückt bzw. eine Vollbremsung für die meisten hingelegt hat. 
Corona als die Krankheit, die es den meisten von uns – ob infiziert oder nicht – ermöglicht bzw. die uns zwingt, innezuhalten und Pause zu machen… 
Corona als die äußere Manifestation der inneren Krankheit, die bereits seit langem in unserer Gesellschaft wütet – als Sichtbarwerdung dieses kollektiven Wahnsinns, den wir als „Normalität“ betrachtet haben?

Kann es sein, dass unsere Gesellschaft sich unterbewusst schon lange eine „Auszeit“ herbeigesehnt hat, weil sie eigentlich in ihren Grundfesten komplett erschöpft ist, dies aber durch übermäßige Außenaktivitäten und Ablenkungen immer wieder beiseiteschieben konnte? So, wie ein einzelner Mensch in seinem Hamsterrad an beruflichen und privaten Verpflichtungen fast erstickt und unversehens in den Burnout getrieben wird, weil er nicht auf sich aufgepasst hat…

Das ist die eine Seite einer möglichen Wahrnehmung der aktuellen Krisen-Situation als eine Art der „kollektiven (unterbewussten) Wunscherfüllung“.

Die andere Variante sind diese „Wünsche an das Universum“…
In gewissen Kreisen ist dies schon lange Thema, nach dem Motto: „Schicke deine Wünsche nach dem Traumpartner, dem Traumjob, dem Traumleben an das Universum – es erfüllt dir jeden Wunsch!“
Jedoch wird davor gewarnt, diese Wünsch nicht exakt zu formulieren, denn wehe – so heißt es – „wenn die Götter all deine Wünsche erfüllen“…
Was passiert dann?
Was geschieht, wenn unsere Wünsche vage formuliert sind…?

Ich habe das selbst erlebt. Ich hatte auch so einen vage formulierten Wunsch bzw. eine Vorstellung für mein Leben, die mir das Universum eigentlich sehr „erfolgreich“ erfüllt hat. Nur hat mich die Art und Weise der Umsetzung schlussendlich im fortgesetzten Alter sehr unglücklich gemacht hat, als ich mein Fazit über mein Leben gezogen habe. 
 
Die Corona-Krise zeigt nun eine Fülle von Konsequenzen, die durchaus positiv sind und eine Wunscherfüllung der besonderen Art darstellen könnten:

  • Wie viele Menschen haben sich tatsächlich insgeheim eine Auszeit gewünscht, um z.B. ihre Bilder zu malen, Bücher zu schreiben oder Musik zu komponieren! Für die Muße ist oft so wenig Zeit da, vor allem bei denjenigen, die noch einer anderen Arbeit nachgehen…
  • Nun ist die Gelegenheit, all die brachliegende Kreativität rauszulassen… oder die Kreativität anderer zu genießen, indem intensiv Musik gehört oder jene Bücher gelesen werden, für die man dauernd keine Zeit hatte 
  • Sicher haben viele Familien den Wunsch verspürt, mehr Zeit miteinander verbringen zu können und genießen dies zum Teil nun auch.  
  • Viele klagten, dass sie vor lauter Arbeit notwendige Erledigungen in Haus und Garten nicht verrichten konnten. Nun ist die Gelegenheit dazu! 
  • Viele Arbeitnehmer leiden unter dem täglichen Pendeln, oft über weite Strecken. Das Thema „Home Office“ wird hierzulande von den meisten Arbeitgebern nicht gerne gesehen (meiner Meinung nach, weil diese einen „Kontrollwahn“ haben und glauben, die Mitarbeiter seien allesamt faul, wenn sie „unbeaufsichtigt“ von Zuhause aus arbeiten…) Nun, aufgrund der Corona-Krise zeigt sich, dass Home Office für weite Teile der Arbeitnehmer DOCH machbar ist. Und auch Zuhause machen wir durchaus Überstunden, wenn viel zu tun ist… Möglicherweise wird Home Office somit zukunftsfähiger bzw. selbstverständlicher.
  • Auch „Home Schooling“ ist für viele Menschen bereits eine Wunschvorstellung, aber hierzulande nach wie vor verboten. Momentan ist der Unterricht für Schüler gar nicht anders möglich… Wer weiß, was sich dafür für die Zukunft noch ergibt.
  • Viele Vorgänge in den Betrieben oder (vor allem auch!) Behörden sind durch veraltete Methoden in Zeiten der Digitalisierung unnötig schwerfällig, kompliziert oder schlicht unpraktisch. Nun bleibt gar nichts anderes übrig, als neue Methoden digital und online zu entwickeln. Und plötzlich sind auch solche Dinge wie Beantragung von Arbeitslosengeld online machbar…! Geht doch!
  • Aufgrund der Existenzbedrohung vieler Künstler, Freischaffender, Selbstständiger oder von Kündigung aufgrund Geschäfts- und Firmenschließungen bedrohter Arbeitnehmer nimmt das Thema „bedingungsloses Grundeinkommen“, das für viele Bürger noch immer ein „rotes Tuch“ ist, ebenfalls Fahrt auf. Im Endeffekt dürfte gar nichts anderes übrigbleiben, als dieses einzuführen.
  • Manche wünschen sich auch die Abschaffung des Bargeldes, die meisten in Deutschland (mich eingeschlossen!) nicht… In der jetzigen Situation ist es jedoch unabdingbar, dass wir bargeldlos an den Kassen bezahlen, damit die Kassierer/-innen nicht kontaminiertes Bargeld in die Hände nehmen müssen. Wie es mit diesem Thema dann später weitergehen wird, bleibt abzuwarten…
  • Jahrelang wurden weltweit leider die Gesundheits- und Pflegesysteme ausgedünnt und geringgeschätzt, und deren Hilferufe verklangen weitestgehend ungehört. Nun sind alle, die darin arbeiten – Pflegepersonal, Ärzte usw. – die HELDEN DER STUNDE, und wir alle hoffen, dass sie möglichst gesund bleiben und lange durchhalten mögen. 
  • Auch viele der so genannten „Geringverdiener“ an den Supermarktkassen, die LKW-Fahrer, die Zulieferer bei Hermes & Co., ja, selbst die gerade nicht anwesenden Erntehelfer aus den osteuropäischen Ländern erfahren nun eine ungeahnte Wertschätzung ihrer Arbeit als ebenfalls „systemrelevant“. Wer würde ihnen jetzt nicht liebend gerne einen wesentlich höheren Lohn dafür zahlen, dass sie weiterhin durchhalten, uns alle mit dem Lebensnotwendigen bzw. dem zu beliefern, das die gelangweilte, an die Wohnung gefesselte Bevölkerung mit Ablenkung versorgt! Auch diese Menschen fühlten sich lange genug als zu selbstverständlich sowie geringschätzig betrachtet. All diese Berufe (inkl. Pflege s.o.) erfahren nun eine unerwartete, aber lange fällige Aufwertung, die sie sich sicher schon lange gewünscht hatten (sie sind jedoch andererseits nun diejenigen, die sich kaum noch eine Pause gönnen können…) 
  • Vor allem sei der positive Effekt auf die Umwelt, auf die geschundene Natur genannt: 
    Aufgrund der stark abgenommenen Flüge weltweit heißt es jetzt schon, wir könnten unsere „Klimaziele“ dieses Jahr erreichen…
    Die Venezianer, die schon lange über die Verschmutzung ihrer Gewässer durch die Fährschiffe klagen, dürfen sich nun über sauberes Wasser freuen.
    Und sicher gibt es noch viele weitere Beispiele dieser Art.

Nun… da scheint Greta Thunberg, die Begründerin von „Friday for future“ eine echte Visionärin bzw. starke Wunschdenkerin zu sein – und mit ihr all die vielen, die auf den entsprechenden Demos waren bzw. sich seit Jahren mit großem Engagement für den Umweltschutz einsetzen. 
Auf außergewöhnliche Weise werden ihre Wünsche nun durch Corona erfüllt…

Noch einer der Wünsche von Greta, der in Erfüllung gegangen ist durch das Virus: 
„Ich will, dass ihr in Panik geratet. Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. (…) Ich will, dass ihr handelt, als würde euer Haus brennen. Denn es brennt.“
Nein, die Klimakatastrophe hat die Menschen nicht so in Panik versetzt wie das Virus, die Angst vor Ansteckung bzw. vor allem die Angst, demnächst ohne Vorräte an Klopapier oder Nahrungsmittel da zu stehen… 
Ja, PANIK ist in der Tat weltweit eingetreten!
 
Auch dies noch ein Spruch von Greta:
„Wir betteln nicht bei Entscheidungsträgern um ihre Anteilnahme. Sie haben uns in der Vergangenheit ignoriert, und sie werden es weiterhin tun. 
Aber die Dinge werden sich ändern, ob es ihnen gefällt oder nicht.“
Wie wahr!
 
Ihr seht: Hinter all den erwähnten Veränderungen stehen versteckt die bewussten oder unbewussten Wünsche von Menschen, die nun ihre Erfüllung auf unerwartete Weise erfahren. 
Man könnte sagen: Eine Art von Ironie…
Die Formulierung dieser Wünsche wird so vage gewesen sein und die Konsequenzen, die nun jeweils eingetreten sind (und die ihr alle kennt, so dass ich sie nicht mit aufzählen muss), wahrscheinlich nicht mit berücksichtigt haben. Nur bei Greta bin ich mir fast sicher, dass ihr diese völlig bewusst waren, jedoch komplett wurscht sind, weil es ihr allein um das Überleben auf diesem Planeten geht und nicht um den Erhalt von irgendwelchen Komfortzonen. Was ich ihr nicht verdenken kann.

Ja, ich weiß auch von genügend Menschen, die sich schlichtweg einen Komplett-Zusammenbruch unserer Gesellschaft intensiv gewünscht haben, ohne jegliche konkrete Vorstellung, wie diese aussehen solle…

Insofern sind all diese vielen Wünsche sehr erfolgreich „ans Universum versandt worden“… Dieses hat nur etwas unerwartet darauf reagiert, indem es alle auf einmal mit einer Zwangspause durch das Virus erfüllte! Wohl in erster Linie deshalb, um unser Augenmerk darauf zu richten, dass unser Leben, wie wir es gewohnt waren, bereits im tiefsten Wesen KRANK war! Und um uns wieder aufzuzeigen, was wirklich wichtig ist…

Ja, die Dinge werden sich ändern – ändern sich jetzt schon, und es bleibt abzuwarten, wessen Wünsche schlussendlich die Oberhand behalten.

Schafft euch eine konkrete Vision von einer besseren Zukunft, so, wie ihr sie euch wünscht, damit all das Positive, das sich nun auch abzeichnet, Bestand haben kann. 

Jedoch Achtung an all jene, die nun verstärkt viel Kontrolle durch einen „starken Staat“ wünschen: Hier müssen wir sehr vorsichtig sein, was unsere künftigen Freiheiten in diesem Land angeht. Es könnte sein, dass ihr hinterher all das bekommt, was ihr euch wünscht: absolute Kontrolle!
Ich denke da nur an den „totalen Krieg“, den sich viele Deutschen vor 77 Jahren nach der Rede von Goebbels begeistert gewünscht habe: Sie haben ihn bekommen – und leider unzählige andere auch, die sich das nicht gewünscht hatten… 

Wie viele schon gesagt haben: Krisen sind immer auch Chancen!

Ein großes Dankeschön an all die vielen Menschen, die derzeit Außergewöhnliches leisten, um die Kranken zu pflegen und Leben zu retten, die dafür sorgen, dass wir alles erhalten, was wir zum täglichen Überleben benötigen, die anderen in allen möglichen Lebenslagen beistehen, die sich nicht unterkriegen lassen und mit so zahlreichen kreativen Ideen aufwarten, um diese schweren Zeiten für andere erträglich zu machen!

Helfen wir ihnen mit unserem Dank, unserem Beistand oder mit was auch immer uns möglich ist!

Seid lieb gegrüßt und gebt auf euch acht!

Eure Daniela

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