Was muss geschehen, damit die Politiker endlich erkennen, dass wir Bürger an der derzeitigen neoliberalen Prägung der Manager immer stärker zweifeln?
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Die Bürger in Deutschland bezweifeln die derzeitige Form des Kapitalismus – ist dies eine inzwischen grundlegende Form der bestehenden Vertrauenskrise?

Immer weniger der Bürger dieses Landes sind noch davon überzeugt, dass Ihnen die derzeitige Form des in Deutschland bestehenden Wirtschaftssystems und damit die Form des Kapitalismus noch irgendwie nütze. Sie sehen immer deutlicher, dass sie auch an einem steigenden Bruttoinlandsprodukt nur noch marginal oder meist gar nicht mehr profitieren können. Sie sehen ebenfalls, dass die für jeden verständliche bisherige Form der wirtschaftlichen Vorsorge, das Sparen, nicht nur keine Vorteile mehr bringt, sondern dass sich dieses Werkzeug ins Gegenteil gewandelt hat und über inzwischen sogar negative Zinsen mit erheblichen Nachteilen behaftet ist. Dies empfinden sie teilweise sogar als legalisierten Diebstahl der kapitalistisch Herrschenden an denen, die ihre gesellschaftliche Leistung über Arbeit und nicht über den Einsatz von Spekulationskapital erbringen.

In einem aktuellen „Trust-Barometer“ (Vertrauensbarometer) einer Kommunikationsagentur, zu dem jährlich 34.000 Menschen in 28 Ländern befragt werden, wird festgestellt, dass derzeit 55 % der in Deutschland lebenden Menschen denken, die derzeitige Form unserer Wirtschaft und des Kapitalismus schade den Menschen eher und helfe nicht. Zudem blicken nur noch etwa 23 % der Bürger eher optimistisch in die Zukunft. Nur die Franzosen und die Japaner haben einen noch pessimistischeren Eindruck. In Deutschland wird zudem die Kluft zwischen einer informierten Wirtschaftselite und der breiten Öffentlichkeit größer. 

Hinzu kommt dabei auch ein inzwischen rapid anwachsendes Misstrauen gegenüber den Aktionen und den Aussagen der Wirtschaftsführer und der Politiker. Diese wollen immer noch nicht erkennen, dass ein bisher akzeptiertes Verhalten und die dabei oft vordergründig als maximal möglich beschriebenen Kompromisslösungen inzwischen von den Bürgern als Basis für das immer mehr entstehende Misstrauen empfunden wird. Kann auch dies einer der Gründe dafür sein, dass die Populisten, die ebenfalls keine wirklich durchdachten Problemlösungen anbieten, zumindest bei Wahlen einen inzwischen doch beängstigend starken Zulauf erreicht haben? 
Wenn dem so ist, liegt es an den Wirtschaftsführern und den Politikern, das Vertrauen der Bevölkerung durch eine andere Art des Handelns und verständlicher Kommunikation wieder zurück zu gewinnen. Vielleicht sind dazu sinnvollerweise auch Investitionen im Sinne der Menschen und vor allem im Sinne unseres Planeten erforderlich. Damit könnten die entsprechenden Führungspersönlichkeiten zeigen, dass sie im Sinne der erforderlichen Problemlösungen an schnellen Ergebnissen interessiert sind. Sie könnten daher bei den Finanzen durch entsprechende Mittel, bei der Wirtschaft durch Förderungen und Forderungen, im Sozialen durch ein Einbeziehen der erkannten Auswirkungen auf die Menschen, auch neue Pfade beschreiten wollen, um das verspielte Vertrauen wieder aufzubauen.

(Dr. Peter Brinnel)

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