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Mehr Kohle- und Atomstrom für die Batterien der geförderten Elektroautos!
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Die neueste Novellierung des Gesetzes über die Förderung erneuerbarer Energien (EEG) wird die Förderung des Ausbaus der Anlagen zur Energiegewinnung weiter reduzieren. Einerseits fördert die Bundesregierung den Verkauf von batteriebetriebenen Elektroautos und damit den weiteren Aufbau von Stromverbrauchern, andererseits soll die Energiewende hin zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gebremst werden. 

Die Gründe dafür liegen in der Anforderung, dass die Leitungen zum Transport des erzeugten Stromes vom jeweiligen Erzeuger zu den Verbrauchszentren viel später als ursprünglich geplant fertig werden sollen. Aufgrund der starken Bürgerproteste gegen die geplanten Leitungstrassen, sollen die Leitungen nicht mehr als überirdisch geführte Leitungen auf Strommasten gebaut werden. Die Leitungen sollen unterirdisch verlegt werden. Dies erfordert eine neue Trassenplanung und verlängert damit die derzeit vorgesehene Bauzeit um einige Jahre. Windstrom aus Norddeutschland soll dann erst frühestens von 2025 an über diese Leitungen in den Süden transportiert werden können. 

Zum Betrieb des derzeit bestehenden Leitungsnetzes bleiben dabei einige Fragen bisher nicht beantwortet! Warum wird nicht vorgesehen, den Anteil an Strom aus Kohle- oder Kernkraftwerken im Netz zu reduzieren? Warum wird stattdessen der Anteil an erneuerbaren Energien häufig nicht ins Netz eingespeist? Welche Absicht in Bezug auf die Energiewende steckt dahinter? Warum wird der derzeit nicht verwendete Strom aus erneuerbaren Energien nicht dazu verwendet, Wasser zu spalten, um Wasserstoff für Elektroautos mit Brennstoffzelle zu erzeugen?

Da die noch betriebenen Kernreaktoren im Jahr 2022 abgeschaltet werden sollen, könnte in der Übergangszeit bis zum Fertigstellen der Stromtrassen wieder der bei den Energiekonzernen so bevorzugte Kohlestrom verstärkt Verwendung finden. Ob und inwieweit es dabei sogar zu Betriebsverlängerungen für Kernkraftwerke kommt, kann derzeit nicht eingeschätzt werden. Es wäre sicherlich denkbar. Solche Regelungen wären sicher im Sinne der Stromkonzerne und im Sinne der Bundesregierung, die auf diese Weise die Energiewende zumindest zeitweise etwas zurückdrehen könnte. Ob dies auch im Sinne der Bürger dieses Landes ist, muss stark bezweifelt werden! 

(von Dr. Peter Brinnel)

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