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Geht Elektromobilität nur mit Lithiumbatterien?
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Politik und Industrie sagen und schreiben, dass Sie die Elektromobilität ausbauen wollen. Offenbar sprechen dazu nur die Politiker mit den Firmen, die daran verdienen wollen. Würden sie die Aussagen und Taten der Bürger dieses Landes zumindest wahrnehmen oder ihnen zuhören, müssten sie feststellen, dass die derzeit angestrebte batteriebetriebene Elektromobilität von diesen Bürgern und den Verkehrsteilnehmern nicht wirklich unterstützt und gewünscht wird. Wir sollen alle dazu erzogen werden, batteriebetriebene Elektroautos zu kaufen – wir wollen sie aber nicht wirklich! Warum ist das so? 

Wir glauben nicht an die Brandsicherheit der Batterietechnik mit Lithiumbatterien! Beispiele sind die vom Markt genommene Handygeneration von Samsung, das „Grounden“ des „Dreamliners“ B787 für etwa 6 Monate und die Tatsache, dass es immer wieder Akkuprobleme mit den Lithium-Akkus an Bord dieses Flugzeugs gibt. Hier gibt es inzwischen einen „Deal“ zwischen der FAA in Washington und dem Hersteller Boeing – ein Schelm wer Böses dabei denkt! Außerdem muss die Tatsache berücksichtigt werden, dass bisher schon mindestens vier Tesla-Modelle wegen Batteriebrand in Flammen aufgegangen sind. Die Lithium-Akkus sind grundsätzlich technisch mit Problemen behaftet! Die Beispielliste lässt sich weiter verlängern und um viele Themen erweitern – wenn man dies nur wissen will! 

Gleichzeitig sollen wir – wenn möglich in den Tiefgaragen unter den Wohnhäusern – Ladeplätze für viele batteriebetriebene Elektroautos einrichten. Dies wollen wir als Bürger nicht, denn wir wollen nicht in einem Wohnhaus wohnen, das durch einen möglichen Batteriebrand so aussehen könnte wie der Grenfell-Tower in London – nachdem es dort gebrannt hatte. Wir fragen uns auch, ob der Grund für eine chinesische Investition und der geplante Fabrikbau einer Batteriezellenproduktion in Deutschland mit den Themen Transport und Transportsicherheit von Batteriezellen zusammenhängt: Weder der Lufttransport, noch der Schiffstransport stufen eine Ladung von Lithiumbatteriezellen als brandsicher ein, weshalb ein solcher Transport unmöglich wäre! Diese Argumente werden öffentlich jedoch nicht genannt. Es gibt für uns Bürger also auch bei diesem Thema ein Glaubwürdigkeitsproblem – wir können den Aussagen der Industrievertreter und der Politik nicht glauben!

Auf der letzten IAA in Frankfurt habe ich mit vielen Herstellervertretern gesprochen und habe die Ingenieure gefragt, welche Art von BMS (Batteriemanagementsystem) bei den Autobatterien vorgesehen ist, ein einfaches System, oder zwei, oder drei redundante Systeme. Damit könnte die Batteriebrandgefahr erheblich reduziert und ein Kontaktfehler zwischen den Batteriezellen und dem BMS rechtzeitig erkannt werden. Dazu wären drei Systeme erforderlich, die ihre Daten untereinander vergleichen und eines der drei Systeme bei zu großen Abweichungen abschalten würden. Dieses Prinzip aus dem Flugzeugbau wird bei den Autoherstellern nicht angedacht, sondern es wird auf diese Sicherheit der Bürger auf den Straßen und oberhalb von Tiefgaragen leider verzichtet.

Weiterhin erkennen die Bürger, dass die Infrastruktur in der Stromversorgung für die vielen angedachten Ladeplätze in den Ballungsgebieten nicht ausreicht: Es müssten fast überall neue Stromversorgungskabel in den Straßen verlegt werden, wenn die Ladezeiten auf 4-6 Stunden nachts begrenzt sein sollten. Sie haben daher auch die Furcht davor, dass die Gemeinden die Baukosten in den Straßen auf die Anlieger umlegen werden – dann lieber keine batteriebetriebenen Elektroautos, die man nächtlich aufladen muss. 

Die Verkehrswende hin zu sauberen Antrieben im Auto könnte so einfach sein, wenn die Politik dies nur durch Fördergelder gezielt unterstützen wollte. Viele Verkehrsteilnehmer und Bürger sagen in einzelnen Gesprächen an den Stammtischen oder auf den Fußballplätzen, dass sie daran interessiert sind, endlich neue Autos zu vernünftigen Preisen kaufen zu können, bei denen keine Schadstoffe aus dem Auspuff kommen und die man in 5-10 Minuten volltanken kann, um dann wieder 500-600 km Reichweite zu haben. Alle wissen, dass eine solche Technik bereits existiert und getestet ist, ja dass es sogar mindestens drei Hersteller solcher Autos aus Korea und Japan gibt. Die europäischen und amerikanischen Hersteller bieten hierzu keine alternativen Modelle an!

Die derzeit käuflichen Modelle werden aber in Deutschland aus einem anderen Grund nicht verkauft: Es fehlt die erforderliche Infrastruktur an Tankstellen. Würde die Anzahl an Wasserstofftankstellen entsprechend schnell ausgebaut, würden die Elektroautos mit Brennstoffzellenantrieb schneller in Deutschland verbreitet, als dies bei den batteriebetriebenen PKWs derzeit der Fall ist. Wir wissen als Bürger, dass diese Erkenntnis der europäischen Autoindustrie nicht gefällt. So müssen wir eben warten und darauf hoffen, dass der Politik endlich ein Weg einfällt, den Tankstellenbau für die Infrastruktur mit Wasserstoffzapfsäulen endlich wirksam so zu fördern, dass ein schnellerer Aufbau dieser Infrastruktur gelingt und gleichzeitig die Fördergelder mit steigendem Geschäft wieder zurückgezahlt werden können. Ja es wäre sogar vorstellbar, in Deutschland auf den Stromtransport über lange Leitungen von Nord nach Süd verzichten zu können. Würde der Strom aus Wind und Sonne dort wo es viel Wasser gibt dazu verwendet, dieses Wasser in seine Bestandteile zu zerlegen, könnte der Wasserstoff mittels LKWs, die auch mit Wasserstoff sauber fahren können, im ganzen Land verteilt werden.

Leider ist derzeit unsere Politik zu diesem Thema einfallslos und lässt auch hier die Zügel eher locker um den Herstellern ihre Ideen von selbstfahrenden batteriebetriebenen Autos zu ermöglichen – diese wollen wir als Bürger aber nicht akzeptieren und zeigen dies durch die geringen Verkaufszahlen der geförderten batteriebetriebenen Elektroautos. 

Die Politiker und die Parteien schreiben im Internet auch davon, dass Sie die Verkehrsinfrastruktur erneuern, ausbauen, schneller bauen und den Verkehrslärm verringern wollen. Dies wäre in Deutschland und durch den für Europa erforderlichen Ausbau der Rheinschiene mit einem Großprojekt möglich. Die Schweiz hat uns sogar vorgemacht, dass solche Projekte schneller und billiger als geplant realisiert werden können. Als Beispiel dafür dient das Projekt des Gotthard-Basistunnels. In Deutschland müssten wohl zunächst die Gesetze für solche Bauprojekte so geschaffen werden, dass sehr intensiv geplant und dann der geplante Bau sehr intensiv überwacht werden muss. Eine Planänderung durch Zusatzwünsche darf es nach Baubeginn nicht mehr geben – nur die Natur oder die natürlichen Gegebenheiten sollten noch zusätzliche Erfordernisse ergeben dürfen! Wenn dies möglich wäre, würde der Bau eines „Schiefergebirgs-Basistunnels“ – rechts des Rheins – durch das Rheinische Schiefergebirge (Taunus und Westerwald) nicht nur das Rheintal entlasten, sondern auch eine zügige Verbindung mit hoher Kapazität zwischen dem Oberrheingraben und der Kölner Bucht ermöglichen. Aber in den Augen der Politik ist es wohl besser, die Autobahnverbindungen noch mehr mit Diesel-LKWs vollzustopfen – und noch mehr PKWs mit Verbrennungsmotoren auf die entsprechenden Autobahnen (A3, A61) zu locken, da dort ja Mindestreichweiten von 250 – 300 km erforderlich sind.

(Dr. Peter Brinnel)

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