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Wer bezahlt den Ausbau der Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene Elektroautos?
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Wieviele Straßen müssen aufgerissen werden, um neue Stromversorgungskabel für alle geforderten und angedachten Ladestationen für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge mit der erforderlichen Energie versorgen zu können? – oder: Wie hoch werden die Infrastrukturkosten wirklich?

Derzeit ist es noch möglich, schnell an verschiedenen Stellen Ladesäulen für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge zu installieren. Dabei werden aber überwiegend Ladesäulen installiert, die einen längeren Ladeaufenthalt verlangen. Wirkliche Schnell-Ladesäulen werden schon eher selten installiert. Von einer schlecht ausgebauten Ladeinfrastruktur kann man derzeit noch in den Ballungszentren sprechen. Auf dem Land oder in den Peripheriebereichen gibt es derzeit fast keine Ladeinfrastruktur.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Versorgung mit Ladesäulen, die auch in die Praxis des täglichen Alltags passen, scheinen nur zögerlich zu funktionieren. Hierbei muss festgestellt werden, dass derzeit keine oder nur wenige Ladestationen installiert werden, die ein schnelles Aufladen ermöglichen. Meist sind Ladeaufenthalte von mehreren Stunden erforderlich, um eine fast leere Batterie voll aufzuladen. Dies liegt in vielen Fällen auch daran, dass die in den verschiedenen Straßen mit hohem Wohnungsanteil verlegten Stromversorgungskabel nicht die Kapazität haben, alle Parkplätze oder geplanten Ladeplätze mit dem erforderlichen Schnell-Ladestrom zu versorgen. 

Hierbei zeigt sich einer der vielen Schwachpunkte der batteriebetriebenen Elektromobilität: Die bestehende Infrastruktur, um die erforderliche Energie auch in der Fläche überhaupt bereitstellen zu können. Dabei wirft sich auch sofort die Frage nach den Kosten für den Aufbau der dazu fehlenden Infrastruktur auf. Außerdem muss auch die Frage danach berücksichtigt werden, wer diese Kosten letztendlich tragen soll. 

Es ist daher derzeit schon absehbar, dass zum Ausbau der erforderlichen Infrastruktur erhebliche Kosten entstehen werden. Gleichzeitig bleibt festzustellen, dass die Automobilindustrie derzeit den Individualverkehr mit batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen stark propagiert. 

Ist es unter diesen Voraussetzungen zu verstehen, dass die Gemeinden – und damit die öffentliche Hand - diesen teuren Ausbau einer Infrastruktur tragen sollen? Ist es dabei zu verstehen, dass die Betreiber bestehender Stromnetze in den Gemeinden die Kosten für diesen Ausbau alleine tragen sollen? Ist es dabei zu verstehen, dass die derzeitigen Befürworter der batteriebetriebenen Elektromobilität keinen Beitrag zur erforderlichen Infrastruktur in der Fläche der Städte und Gemeinden wie auch auf dem Land leisten könnten? Sie stellen ja nur die Fahrzeuge her, die allerdings ohne eine funktionierende Ladeinfrastruktur wertlos wären. 

Ein Ausbau eines ordentlichen Tankstellennetzes mit Tanksäulen für Wasserstoff und damit für Brennstoffzellenfahrzeuge ist zwar vorgesehen, wird aber nur stark verzögert realisiert! 

(Dr. Peter Brinnel)

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